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	<title>Mennonitengemeinde Karlsruhe-Thomashof</title>
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	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 05:05:21 +0000</pubDate>
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		<title>Das Gebet Daniels Daniel Kapitel 9</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 05:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edwin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gebet. Das ist ein Bereich, in dem wir als Gemeinde nicht gerade stark sind. Am Sonntag, vor dem Gottesdienst, finden sich ein paar Leute zusammen, denen Gebet ein echtes und tiefes Anliegen ist. In Gebetsgottesdiensten ist es schwer, die Leute zum Gebet zu motivieren. Nicht etwa, dass wir eine Ausnahme bilden. Nein, wir spiegeln eigentlich sehr gut wieder, was auch in den anderen Freikirchen g&#228;ngig ist, seien sie charismatisch gepr&#228;gt oder auch nicht. F&#252;r vieles lassen sich Gemeindeglieder motivieren. Beim Gebet findet man immer nur einen kleinen Rest. Ich hoffe von tiefstem Herzen, dass es nur das &#246;ffentliche Beten ist, was Leute nicht gewohnt sind. Ich hoffe sehr, dass Gebet trotzdem bei uns Christen eine wichtige Rolle im t&#228;glichen Leben einnimmt. T&#228;glich, wohl gemerkt! Bei Daniel war es auf alle F&#228;lle so. Wir hatten bereits geh&#246;rt, dass er 3-Mal t&#228;glich in seinem Obergemach, sichtbar f&#252;r alle, ins Gebet ging. Aber das war nicht alles. Er hatte auch besondere Zeiten des Gebets. So wie hier im Kapitel 9. Das war so eine besondere Zeit, in der sich Daniel ganz dem Gebet widmete. In Sack und Asche, und mit Fasten. Und zwar aus einem ganz bestimmten Grund.<span id="more-509"></span></p>
<p>I. Ein Gebet der Bu&#223;e                                                 (Verse 4-15)</p>
<p>Jerusalem, ja ganz Israel, lag zerst&#246;rt am Boden. Besiegt von den fremden M&#228;chten. Kaputt, am Boden zerst&#246;rt. Und da stolpert Daniel &#252;ber Schriften vom Propheten Jesaja, wo dieser geschrieben hatte, dass dieses 70 Jahre anhalten w&#252;rde. Die Zeit war fast rum. Daniel wurde um 605 v. Chr. deportiert. Dieses Schreiben ist von ca. 539 v. Chr. Das treibt Daniel auf die Knie (wahrscheinlich hat er aber im Stehen mit erhobenen H&#228;nden gebetet, was noch viel schwieriger ist). Er h&#252;llt sich in Trauerkleidung und betet.</p>
<p>Sein Gebet ist eins der Bu&#223;e. Nicht f&#252;r sich selbst. Er war ein rechtschaffener Mensch. Aber ihm lag sein ethnisches Volk, dass nun ohne eigenes Land sein Dasein fristete, am Herzen. Und so schlie&#223;t er sich mit den S&#252;nden seines Volkes ein und tut Bu&#223;e. Er bekennt die Schuld, die Vergehen, die sie als Volk vor dem Angesicht Gottes getan hatten. Was waren denn nun die Vergehen? Ich will sie mal benennen: Gottlosigkeit, Widerspenstigkeit, Ungehorsam gegen&#252;ber den Propheten und gegen&#252;ber Gott, Gesetze gebrochen, nicht auf Gott geh&#246;rt. Die Propheten beschreiben die Vergehen in mehr Detail. Die Schwachen der Gesellschaft wurden ausgemergelt, w&#228;hrend eine kleine Schicht sich daran bereicherte. Unrecht und Gewalt waren normal geworden.</p>
<p>Mose hatte bereits gewarnt, wenn das Volk diesen Weg der Gottlosigkeit w&#228;hlen w&#252;rde, w&#252;rde es auch den Fluch Gottes auf sich nehmen. Das war geschehen. Mit Fug und Recht. Gott hatte eine Strafe geschickt, damit das Volk sich wieder an seinem Gott erinnern sollte, den sie vergessen hatten. Sein Volk hatte den Bund mit ihm gebrochen.</p>
<p>Und so betet Daniel stellvertretend f&#252;r sein Volk. Er bekennt die ganzen Schandtaten des Volkes. So wie es auch Nehemia und Ezra sp&#228;ter getan haben. Er fleht Gott an, mit der klaren Erkenntnis, dass die Strafe wohl verdient war. Er, ein einzelner, stellt sich in den Riss f&#252;r die vielen, die nicht seine Erkenntnis teilen.</p>
<p>Ja, das w&#252;nsche ich mir heute auch noch. Leute, die eine Not sehen und daf&#252;r ins Gebet gehen. Auch wenn sie selber nicht direkt betroffen sind. Die mit leiden. Die mit tragen. Die mit beten.<strong> </strong></p>
<p>II. Ein Appell                                                                        (Verse 4+9)</p>
<p>In den Versen 4 und 9 haben wir von Daniel ein Appell an Gott. Er erinnert Gott an dem, was er an gutes versprochen hat. Er erinnert Gott an seine positiven Eigenschaften. Da steht: <em>„<a href="javascript:void('Verse%20details');">4</a> </em><em>Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du gro&#223;er und heiliger Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten!&#8221; </em>Und weiter in Vers 9: <em>„Bei dir aber, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind abtr&#252;nnig geworden&#8221;.</em> Die Erkenntnis der eigenen, wenn auch indirekten, Schuld ist gekoppelt mit der Erinnerung an Gott, dass er vergibt und Barmherzig ist. Ja, eine Umkehr ist notwendig. Eine Umkehr von falschen Wegen und vom falschen Handeln. Das ist gekoppelt mit einer neuen Liebe zu Gott und zu seinen Geboten. Wenn das wieder in Ordnung gebracht ist, dann muss Gott zu seinem Teil der Abmachung stehen. Er muss von seinem Zorn ablassen und wieder Frieden einkehren lassen.</p>
<p>F&#252;r Israel im Alten Testament war dieser wirkliche Friede nur durch ein florierendes eigenes Land m&#246;glich. Das war die Verhei&#223;ung Gottes an Abraham gewesen. Und das ist die Erwartung von Daniel, dass Israel wieder als Volk ein eigenes Land bekommt, in dem es seinem Gott anbeten kann. Im Neuen Testament finden wir die Verhei&#223;ung eines eigenen Landes nicht wiederholt. Vielmehr wird betont, dass wir hier auf Erden Pilger sind und keine bleibende Stadt f&#252;r uns hier finden werden. Es wird betont, dass wir nicht von dieser Welt sind, aber sehr wohl in dieser Welt. Mitten drin als Salz f&#252;r die Erde. Nicht losgel&#246;st von dieser Welt, aber nicht von ihr getrieben - sondern vielmehr von Gott geleitet.</p>
<p>So gilt auch in unseren Gebeten nach wie vor der gleiche Appell an Gott. Er ist barmherzig und gn&#228;dig. Er vergibt, wenn wir um Vergebung bitten. Er hat einen Bund mit uns geschlossen und ist uns gn&#228;dig. Besonders in Zeiten der eigenen, tiefen Not, ist es sehr wohl angebracht Gott daran zu erinnern, dass er uns gn&#228;dig gestimmt sein wollte. Nicht dass wir automatisch wegen unserer S&#252;nden leiden. Das mag manchmal auch der Fall sein. Aber wir leben in einer gefallenen Welt. Da gibt es Leid. Da gibt es Schmerzen. Und diese k&#246;nnen wir sehr wohl zu Gott bringen. Gott will von uns h&#246;ren, dass wir ihn brauchen.</p>
<p><a href="javascript:void('Verse%20details');"></a></p>
<p>III. Die Bitten                                                                       (Verse 16-19)</p>
<p>Das ist oftmals der einzige Teil unserer Gebete. Das ist schade. Auch wenn Bitten zu unseren Gebeten geh&#246;ren, sollten Anbetung, Bu&#223;e und Appell nicht fehlen. Aber ohne Bitten ist ein Gebet auch nicht komplett. Das w&#252;rde unsere mangelnde Bereitschaft zeigen, sich f&#252;r die Belange anderer und der ganzen Welt vor Gott einzusetzen.</p>
<p>So bittet Daniel. Er bittet und fleht inbr&#252;nstig. Er zeigt Gott, dass Israel, und dadurch Gott selber, von den umliegenden V&#246;lkern zum Narren gehalten werden. Gott hat doch ein Bund mit ihnen geschlossen. Was sollen die anderen denken?</p>
<p>Und dann der Schluss: Nach dem Gebet, der Bu&#223;e und den Bitten kommt die Offenbarung Gottes, was tats&#228;chlich geschehen wird. Gott antwortet auf das Gebet von Daniel. Er erkl&#228;rt genauer, was der Ablauf sein wird, bis das Volk wieder in Israel vereint sein wird.</p>
<p>Nach unseren Bitten und Gebeten, antwortet Gott auch heute noch. Vielleicht nicht so h&#246;rbar. Vielleicht nicht so leicht erkennbar. Und doch antwortet Gott. Oftmals in dem, dass wir die Situation annehmen k&#246;nnen, die f&#252;r uns so unertr&#228;glich ist. Oftmals in einer psychischen und k&#246;rperlich sehr wohl wahrnehmbaren Entlastung. Oftmals durch einen Ausweg, den wir vorher nicht wahrgenommen haben. Gott antwortet auch heute. Manchmal sogar sehr konkret und direkt. Manchmal aber nicht.</p>
<p>Heute m&#246;chte ich euch ermutigen, Gebet ernst zu nehmen. Macht es zu einem Teil eures Lebens. Wenn ihr etwas Zeit habt, nutzt es im Gebet. Wenn ihr besondere Anliegen habt, nehmt euch besondere Zeiten des Gebets. Erinnert Gott an seine Versprechen - Versprechen die uns generell in der Bibel zugesagt sind, aber auch Versprechen die ihr pers&#246;nlich empfangen habt. Gott wird antworten. Vielleicht nicht unbedingt wie ihr es gern h&#228;ttet. Aber er wird antworten. Und er wird die Kraft geben, die ihr jeweils brauchen werdet. Das hat er zugesagt.                                                                                                              Amen</p>
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		<title>Termine September 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 15:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulf</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r den September 2010 stehen die aktuellen Termine der Gemeinde und Gottesdienst-Zeiten zum Download bereit:

Termine September 2010

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			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r den September 2010 stehen die aktuellen Termine der Gemeinde und Gottesdienst-Zeiten zum Download bereit:</p>
<ul>
<li class="mce_plugin_pdf_link"><a href="http://www.mgkt.de/gb/2010/08-09/Termine_2010-09.pdf" target="_blank">Termine September 2010</a></li>
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		<title>Die gro&#223;en Herrscher erniedrigt Daniel 4+5</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 06:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edwin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[In Daniel Kapitel 4 und 5 haben wir 2 Geschichten, die sich in einigen Punkten &#228;hneln. In Kapitel 4 hat der K&#246;nig Nebukadnezar einen Traum. Ein gro&#223;er Baum bedeckt die Erde. Es ist riesig und alle haben darunter Platz. Dann kommt eine schlechte Zeit. Alle Tiere und V&#246;gel werden verscheucht und der Baum wird abgehauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Daniel Kapitel 4 und 5 haben wir 2 Geschichten, die sich in einigen Punkten &#228;hneln. In Kapitel 4 hat der K&#246;nig Nebukadnezar einen Traum. Ein gro&#223;er Baum bedeckt die Erde. Es ist riesig und alle haben darunter Platz. Dann kommt eine schlechte Zeit. Alle Tiere und V&#246;gel werden verscheucht und der Baum wird abgehauen. Daniel deutet diesen Traum f&#252;r Nebukadnezar. Er wurde &#252;berm&#252;tig und stolz. Er schaute auf die Stadt Babel herab und war stolz auf all das, was er errichtet hatte. Darauf erniedrigt ihn Gott. Er wird wie ein Tier (Geisteskrankheit Zoanthropie?) und lebt eine Zeit lang bei den Tieren. Danach besinnt er sich des allm&#228;chtigen Gottes und er wird wieder als K&#246;nig installiert.</p>
<p>In Kapitel 5 ist ein Nachfolger von Nebukadnezar, Belsazar, dran. Er schmei&#223;t eine gro&#223;e Party. Dabei l&#228;sst er die goldenen und silbernen Gef&#228;&#223;e als Trinkbecher bringen, die aus dem Tempel aus Jerusalem geraubt worden waren. Daraufhin erscheint eine Hand an der Wand, die etwas schreibt. Keiner kann deuten, was da steht. Daniel wird geholt und deutet die Schrift. Es bedeutet, dass der K&#246;nig gewogen wurde und f&#252;r zu leicht befunden wurde. Sein Reich w&#252;rde von ihm genommen werden. In derselben Nacht wurde der K&#246;nig Belsazar umgebracht. Die griechischen Geschichtsschreiber Herodot und Xenophon schreiben, dass Babylon durch einen &#220;berraschungsangriff der Perser eingenommen wurde, w&#228;hrend die Babylonier feierten und tanzten.<span id="more-492"></span></p>
<p>I. Gott warnt</p>
<p>Aus diesen Texten m&#246;chte ich heute Morgen 3 Hauptpunkte herausgreifen. Und ich fange mit dem offensichtlichen an. Gott warnt. Nebukadnezar sowie sein Sohn Belsazar haben Tr&#228;ume oder Zeichen von Gott bekommen. Von Nebukadnezar steht in <strong>Kapitel 4:1-2</strong>: <em>„Ich, Nebukadnezar, hatte Ruhe in meinem Hause und lebte zufrieden in meinem Palast. <a href="javascript:void(0);">2</a> Da hatte ich einen Traum, der erschreckte mich, und die Gedanken, die ich auf meinem Bett hatte, und die Gesichte, die ich gesehen hatte, beunruhigten mich. </em><span style="text-decoration: underline;">Dann</span><strong>:</strong><em> <a href="javascript:void(0);">7</a> Dies sind aber die Gesichte, die ich gesehen habe auf meinem Bett: Siehe, es stand ein Baum in der Mitte der Erde, der war sehr hoch.&#8221;</em> <span style="text-decoration: underline;">Und am Ende: </span><em>„<a href="javascript:void(0);">22</a> </em><em>Man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen versto&#223;en und du musst bei den Tieren des Feldes bleiben, und man wird dich Gras fressen lassen wie die Rinder und du wirst unter dem Tau des Himmels liegen und nass werden, und sieben Zeiten werden &#252;ber dich hingehen, bis du erkennst, dass der H&#246;chste Gewalt hat &#252;ber die K&#246;nigreiche der Menschen und sie gibt, wem er will. <a href="javascript:void(0);">23</a> Wenn aber gesagt wurde, man solle dennoch den Stock des Baumes mit seinen Wurzeln &#252;brig lassen, das bedeutet: Dein K&#246;nigreich soll dir erhalten bleiben, sobald du erkannt hast, dass der Himmel die Gewalt hat. <a href="javascript:void(0);">24</a> Darum, mein K&#246;nig, lass dir meinen Rat gefallen und mache dich los und ledig von deinen S&#252;nden durch Gerechtigkeit und von deiner Missetat durch Wohltat an den Armen, so wird es dir lange wohlergehen.&#8221;</em> Gott gibt Nebukadnezar einen Traum zur Warnung. Daniel deutet den Traum und gibt seine klare Warnung. Daniel hatte Erfahrung. Im Alten Testament hat Gott immer wieder sein Volk und andere gewarnt, sich von falschen Wegen abzukehren. Bei Abraham, als er wiederholt nach &#196;gypten ging. Bei Moses und dem Auszug aus &#196;gypten. Bei Saul, als er eigene Wege als K&#246;nig gehen wollte, hat Gott gewarnt. Man k&#246;nnte dazu das gesamte Alte Testament zu rate ziehen. Gott warnt. Auch hier bei Nebukadnezar. Nebukadnezar hatte durch Daniel und seine Freunde schon ein Vorgeschmack von Gott bekommen. Er hatte sich als offen f&#252;r Gottes Handeln gezeigt, wenn auch nicht als jemand der Gott nachfolgte. Nun eine Warnung.</p>
<p>Beim Belsazar ist es die Schrift an der Wand, die ihn als Warnung gegeben wird. Belsazar hatte es wohl &#252;bertrieben. Die Strafe ist schnell und unverz&#252;glich. Aber die Warnung ist da. Gott l&#228;sst sich nicht spotten.</p>
<p>Auch heute warnt uns Gott vor falschen Wegen. Vielleicht nicht durch Geisteskrankheit und einer Hand an der Wand. Bei Paulus war es die Verhinderung gen Norden zu missionieren und dann ein Traum, der ihn nach Mazedonien rief. So hat jeder sicherlich seine eigenen Geschichten, wie Gott uns zu sich gestupst hat, oder uns von falschen Entscheidungen abgehalten hat. Aber: Gott warnt auch heute.</p>
<p><em> </em></p>
<p>II. Gott l&#228;sst sich finden</p>
<p>So l&#228;sst sich Gott finden, wie es auch damals der Fall war. Nach Nebukadnezar seiner Auszeit, sagt er: <em>„<a href="javascript:void(0);">31</a> </em><em>Nach dieser Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen auf zum Himmel, und mein Verstand kam mir wieder und ich lobte den H&#246;chsten. Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich f&#252;r und f&#252;r w&#228;hrt.&#8221; </em><span style="text-decoration: underline;">Und:</span><em> „Darum lobe, ehre und preise ich, Nebukadnezar, den K&#246;nig des Himmels; denn all sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz ist, den kann er dem&#252;tigen.&#8221;</em></p>
<p>Nebukadnezar hat die Macht Gottes am eigenen Leib erlebt. Zuerst durch Daniel und seine Freunde, und schlussendlich am eigenen Leib. Daraufhin preist er Gott, den Herrn des Himmels. Oftmals fragt man sich, warum es immer so weit kommen muss. Warum muss es erst krachen, bevor die Menschen auf Gott aufmerksam werden? Heute ist es nochmals anscheinend schwerer geworden. Nach seiner Geisteskrankheit, lobt und preist Nebukadnezar den Herrn, der ihn erniedrigen konnte. Heute, so scheint es mir, ist es gerade umgekehrt. Bis dahin glaubt kein Mensch an Gott. Wenn aber dann die Kalamit&#228;ten da sind, wird Gott angeklagt, obwohl man ihn vorher abgestritten hat. Eine dem&#252;tige Erkenntnis der Macht Gottes, gerade in schwierigen Lagen, das scheint unserer Gesellschaft abhanden gekommen zu sein.</p>
<p>Egal wie, Gott l&#228;sst sich finden. Nicht immer so spektakul&#228;r wie bei Daniel. Aber in <em>R&#246;mer 1:20</em> steht nicht umsonst: <em>„<a href="javascript:void(0);">20</a> Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Sch&#246;pfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.&#8221;</em> Man kann sich nicht verstecken und sagen, Gott h&#228;tte sich einem nicht gezeigt. Gott l&#228;sst sich sehr wohl finden.</p>
<p>III. Gott handelt</p>
<p>Sowohl bei Nebukadnezar so wie bei seinem Sohn ist Gott am Werk. Bei Nebukadnezar indem der Herrscher aller Welt aus dem Alltagsgeschehen herausgenommen wird. Bei Belsazar, indem er von seinem Thron entfernt wird. Durch Daniel bekommt Belsazar gesagt: <em>„Den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht verehrt.&#8221;</em> <span style="text-decoration: underline;">Und weiter:</span> <em>„&#8221;Peres,&#8221; das ist, dein Reich ist &#8220;zerteilt&#8221; und den Medern und &#8220;Persern&#8221; gegeben.&#8221;</em> Die Strafe folgt aufs Wort. Belsazar &#252;berlebt diese Nacht nicht. Gott handelt und nimmt ihn aus dem Geschehen fort.</p>
<p>Es gibt vieles, was ich dabei nicht verstehe. Wie setzt Gott heute Herrscher ein und wie setzt er sie ab? Ich bin fest davon &#252;berzeugt, dass Gott genau so wie damals am Werk ist. Ich bin fest davon &#252;berzeugt, dass Gott nach wie vor direkt mit unserem Weltgeschehen verbunden ist. Ich bin fest davon &#252;berzeugt, dass wir, wie damals Daniel, den Auftrag haben, auf Missst&#228;nde hinzudeuten und daraufhin zu arbeiten, dass solche behoben werden. Wie das alles geschieht, das wei&#223; ich nicht. Das ist mir oft schleierhaft. Aber dass Gott handelt, dass Gott warnt und sich auch finden lassen m&#246;chte, davon bin ich &#252;berzeugt. Ein Grund mehr, ihm auch heute Morgen die Ehre zu geben und ihm mit unserem Leben zu dienen.</p>
<p>Ihm sei die Ehre, f&#252;r immer und ewig. Amen</p>
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